Sunday 20th August 2017

Summary

“SOS Bahini” & “CHL” Luxembourg

“SOS Bahini“ wurde im Jahre 2004 gegründet und dies mit dem erklärten Ziel gegen schlimmste Formen der Gewalt, Ausbeutung und Diskriminierung von Mädchen und jungen Frauen in Nepal Aktion zu ergreifen und wo immer möglich zu verhindern. „

„DAS HAUPTOBJEKTIV VON SOS BAHINI IST DIE PRÄVENTION SCHLIMMSTER FORMEN VON DISKRIMINIERUNG UND AUSBEUTUNG SOWIE DES MENSCHENHANDELS MIT MINDERJÄHRIGEN MÄDCHEN UND JUNGEN FRAUEN.“

Die kulturel und traditionnel bedingte Diskriminierung und Unterdrückung von Frauen sowie die Ungerechtigkeit des Kastensystems sind in Nepal noch immer sehr verbreitet. Hinzu kommt der Umstand, daß viele Väter ihre Familien 1verlassen wenn nur  Töchter geboren werden, ein männlicher Nachfolger jedoch ausbleibt. Auch der Tod eines oder beider Elternteile hat für viele katastrophale Folgen. Ohne elterlichen Schutz werden viele von ihnen Opfer schlimmster Ausbeutung und/oder sexueller Gewalt. Auch Kinderheirat  ist immer noch verbreitet in Nepal, den Mädchen wird keine andere Wahl gelassen und oft ist der Gatte um vieles älter. Es ist hier wo SOS Bahini Aktion ergreift. Informiert von den Dorfbewohnern,  Gemeindemittgliedern oder sozialen Organisationen werden die Fälle vor Ort überprüft und wenn sich erweist,  daß Kinder oder Minderjährige Opfer von Gewalt/sexueller Gewalt wurden oder sich in imminenter Gefahr befinden solche zu werden, entscheidet das „Selection Committee“ von SOS Bahini, das aus 5 Angestellten besteht, auf welche Weise in jedem spezifischen Fall  geholfen werden kann.

Viele Frauen und Kinder unserer Zielgruppen treibt die Armut in den abgelegenen Dörfern in die Städte und schließlich in die Elendsviertel wo sie einem Leben unter unwürdigen Bedingungen und der ständigen Gefahr von Gewalt und sexueller Ausbeutung ausgesetzt sind. Manch eine dieser schutzlosen Geschöpfe endet in der Prostitution und/ oder sie werden Opfer des Menschenhandels. Statistiken belegen, daß  jährlich immer noch viele tausende junge Frauen aus Nepal, darunter viele Minderjährige, nach Indien sowie in den mittleren Osten geschleust werden und dort Opfer schlimmster Formen von Unterdrückung und Ausbeutung werden.

Auch in Nepal selbst ist die Anzahl der Prostituierten, darunter viele Minderjährige, sowie die Anzahl derer die an HIV/AIDS erkrankt sind in den vergangenen  12 Jahren sprunghaft angestiegen.3

Aus diesem Grunde entwickelte SOS Bahini im Laufe der Jahre eine Reihe innovative, sich ergänzende Projekte die alle dazu dienen schreiendes Unrecht zu verhindern und diesen Zielgruppen ein Leben in Sicherheit und Würde zu ermöglichen.

Zu diesem Zeitpunkt (Januar 2016-01-13) leben „92 Beneficiaires“ zwischen 5 bis 22 Jahren voll unter dem Schirm von SOS Bahini. Darüber hinaus werden  hunderte externe Beneficiaries jährlich betreut, geschult und ausgebildet.

Im Jahre 2013 entschlossen wir uns zur Gruendung der „Bahini-Educare-Foundation“. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: In den letzten Jahren hat SOS Bahini stark expandiert. Die Organisisation aller Projekte und die Betreuung einer ständig wachsenden Anzahl von Beneficiaries erwiesen sich als zunehmend komplex und verwaltungstechnisch aufwendig. Hinzu kommt der Fakt, dass immer mehr unserer Girls die Schule abschliessen und eine Berufsausbildung brauchen oder den Wunsch haben zu studieren. Darüber hinaus ist auch die Anzahl unserer Educare-Familien (17) drastisch gestiegen und diese zu betreuen erfordert erheblichen Aufwand. Um dieser ständig 2wachsenden Herausforderung gerecht zu werden haben wir uns entschlossen den Aufgabenbereich aufzuteilen:

SOS Bahini implementiert und verwaltet alle Projekte die sich  im „Eco-Village“ befinden sowie das „Crossroad-House“, und das „Lighthouse“ . „Bahini-Educare-Foundation“ wird sich ab Januar 2016-01-13 ganz auf die „Educare-Familien“ konzentrieren und dies mit dem Ziel jaehrlich mindestens weitere sechs Familien zu betreuen. Diesem Projekt gehoert die Zukunft da es uns mittels diesem moeglich ist viel Hilfe zu leisten ohne neue Strukturen zu schaffen und nur geringe Administrationskosten entstehen.

Es sei an dieser Stelle noch bemerkt, dass viele Angestellte beider Organisationen der zweiten Generation von SOS Bahini angehören und somit ein wichtiger Schritt vollzogen wurde die Zukunft unserer Organisationen zu sichern.

IMPAKT:

SOS Bahini ist die einzige Organisation im Westen von Nepal die sich auf die Bedürfnisse oben genannter Zielgruppen spezialisiert hat. Mit Konsequenz wurde im Laufe der vergangenen 12 Jahren daran gearbeitet innovative Projekte zu entwickeln und zu implementieren die sich gegenseitig ergänzen und auf die echten Bedürfnisse dieser Zielgruppen maßgeschneidert sind. Dies führte zu einem Synergie-Effekt  mit dem Resultat, daß mittlerweile jedes Jahr viele hunderte Frauen und Mädchen bei SOS Bahini adäquate Hilfe finden.

Sie werden vor Ort von SOS Bahini betreut, ernährt, gekleidet, geschult, ausgebildet, medizinisch versorgt und in4 allen Lebenslagen beraten. Auf viele tausende wirkt sich dies auf indirekte Weise aus. Die Berufsausbildung einer alleinstehenden Mutter beispielsweise kommt Ihren Kindern zu Gute und deren Schulausbildung sorgt dafür, daß sie eine echte Chance haben dem Teufelskreis der Armut zu entkommen. Die freie Distribution von Kondomen in den Elendsvierteln hilft bei der Geburtenkontrolle und schützt vor der Verbreitung von HIV/AIDS und anderen Infektionskrankheiten. Aufklärungsprogramme wie „Legal Awareness“ klären die Frauen über Ihre Rechte auf und führt dazu Gewalt zu verhindern. Dies hat zur Folge, daß nicht nur in der Stadt Pokhara sondern im ganzen Distrikt viel Unrecht und Leid verhindert wird und daß der Status und die Gleichberechtigung der Frauen mittels „Empowerment“ sich auch allgemein verbessert.

Gleichberichtigung und Mittbestimmung:

5Der Vorstand von SOS Bahini, ausschließlich Nepalesinnen, sowie die Direktion und alle Angestellten (mit 3 Ausnahmen lediglich Frauen) entwarfen gemeinsam und in engster Zusammenarbeit mit Raymond Lindinger, der 10 Monate im Jahr vor Ort verbringt, das Konzept für das „SOS Bahini Eco-Village“. Auch hier und wo immer sinnvoll und möglich werden die „Beneficiaires“ mit einbezogen. Bei der Konzeption und Einrichtung der „Wohnräume“ beispielsweise, bei der Gestaltung des Spiel-Sport-Platzes, der Küche sowie der Gemeinschaftsräume wurde auf die Bedürfnisse und Wünsche der „Beneficiairies“ und Angestellten eingegangen und diese haben somit teil an der Gestaltung „Ihres Öko-Dorfes“.

Das ECO-VILLAGE:

 Das Eco-Village wurde Stil eines kleinen nepalesischen Dorfes errichtet. Alle Gebäude wurden aus natürlichen Materialen wie Lehm und Bambus gebaut und ausgestattet. Es wurd hierbei größter Wert auf Öko-Freundlichkeit, grüne Technologie und  Nachhaltigkeit gelegt. Alle unten aufgeführten Gebäude wurden komplett eingerichtet, möbliert und mit den notwendigen  Installationen und Apparaturen ausgestattet.

Das Eco-Village besteht aus folgenden Gebauden und Anlagen:

  •    Die „Wohnanlage“ die aus insgesammt acht Hausern besteht und 42 Beneficiaires Unterkunft bietet, sowie vier angegliederte Anlagen mit Duschen und Toiletten die alle mit Solaranlagen fuer heisses Wasser ausgestattet sind
  • Ein Gebäude mit großer „Meerzweckhalle“ sowie zwei Büros
  • Eine Clinic
  • Küche mit angegliedertem Speisesaal
  • Ein „Bambus-Haus“, das als Ausbildungszentrum dient
  • Ein Gebäude in dem sich die Komputer- und Englisch-Schule befindet7
  • Eine grosse, offene „Pergola“
  • Ein Office
  • Stallungen und Lager
  • Spiel-Sportplatz
  • Tiefbohr-Brunnen fuer Wasserversorgung
  •  Solaranlage
  • Stallungen unnd Lager
  •  Brunnen
  •  Felder und Gärten für den Anbau von biologischem Gemüse, Obst und Blumen

Mit dem Eco-Village werden folgende Objektive verfolgt:

  • Mit Ausnahme des „Lighthouse“, das Notwendigerweise im Slum verbleiben wird sowie dem „Cross-Roads-House“, befinden sich alle Einrichtungen und Projekte wie beschrieben im „ ECO-Village. Das Hauptobjektiv bleibt nach wie vor  einen sicheren und gewaltfreien Ort zu schaffen der all jenen die bei SOS Bahini ein zuhause finden, ermöglicht ihr Trauma zu heilen sowie die Not und die Angst ihrer Vergangenheit zu bewältigen und dies in einem harmonischen Umfeld und im Einklang mit der Natur.Die Eingliederung in unser Educare-Familienprogram kann erst dann erfolgen wenn die Kinder psychich als auch physich genesen sind. Neben allgemeiner Fürsorge und viel Liebe, und sollte sich dies als notwendig erweisen, werden unsere Girls auch therapeutisch behandelt und dies sowohl intern als auch extern.8
  • Alle anderen Einrichtungen dienen der Schulung und Ausbildung. Das „Centre-Jean Prum“, unser „Women-Skill-Development-Centre“ wo laufend Kurse stattfinden und dies für jeweils 20 Teinehmerinnen, die Komputer- und Englisch-Schule die unseren einjährigen „Bridge-Course“ beherbergt, mit derzeit 16 Teilnehmerinnen.

Des Weiteren werden all unsere Girls ab 14. Auch als Hausfrauen ausgebildet und lernen   Kochen, Backen und Haushaltung, Gemüseanbau und dessen mehr.

Kreativität und Sport wird groß geschrieben im „Eco-Village“! Tanz, Spiele, malen, Karate, Volleyball, Federball und sogar Schwimmen in unserem kleinen Pool tragen dazu bei, dass auch das Vergnügen und die Fitness nicht zu kurz kommen. Alle unsere Girls nehmen mit Freude an diesen Aktivitäten teil.

Die Beneficiairies von „SOS Bahini“ & „Bahini-Educare-Foundation“

 Die Beneficiaires sind in drei Kategorien zu gliedern:

a.) Interne Beneficiairies

b.) Externe Beneficiairies

c.) Indirekte Beneficiairies

“Interne Beneficiairies“

9Zur dieser Gruppe gehören all jene Beneficiaires die ganz unter dem Schirm von SOS Bahini leben. Es handelt sich durchweg um Waisen oder Halbwaisen weiblichen Geschlechtes im Alter von 5 bis 22 Jahren, sowie Witwen oder alleinstehende Mütter im Alter von 23 bis 36 Jahren, die ärmsten und meist gefährdetsten in Nepal. Die landlosen, jene die weder ein Haus besitzen noch über ein Einkommen verfügen und die ohne Rechte schlimmsten Formen der Diskriminierung und Ausbeutung ausgesetzt sind.

“Externe Beneficiairies“

 Zu dieser Gruppe gehören all jene Beneficiairies die von SOS Bahini extern betreut werden. Dieser Gruppe gehören allein-erziehende Mütter an die eine Wohnstätte haben und einer Arbeit nachgehen, deren Einkommen jedoch nicht ausreicht ihre Kinder hinreichend zu versorgen oder diesen eine Schulausbildung zu ermöglichen. Diese Zielgruppe denen sowohl Mädchen als auch Jungen angehören wird von SOS Bahini im Rahmen des „EDU-CARE“ Projektes betreut. Je nach Bedarf erhalten diese Beneficiaries Grundnahrungsmittel, medizinische Versorgung, Schulausbildung, Kleidung sowie Beratung in allen Lebensfragen.

Zu diesem Zeitpunkt werden 17 solcher Familien von der „Bahini-Educare-Foundation“ versorgt und betreut.

Als Erläuterung ein typischer Fall einer solchen Familie. Im Jahre 2011 wurde SOS Bahini darüber informiert, daß 10ein Familienvater in einem nahegelegenen Dorf Selbstmord begangen habe. Es an dieser Stelle vermerkt, daß die Selbstmordrate in Nepal und dies auch bei Kindern erschreckend hoch ist.

Der Mann hinterließ eine Witwe und zwei Töchter die von nun an von SOS Bahini in oben beschriebener Weise betreut wurden.

Im Juni 2012 erhielt SOS Bahini die Nachricht, daß auch die Mutter sich das Leben genommen habe. Umgehend wurden die zwei Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren  von SOS Bahini aufgenommen, womit sie nun zur Gruppe der internen Beneficiaires gehören.

„LIGHTHOUSE“

Mittels dieses Projektes das sich im Hauptslum von Pokhara befindet werden Frauen, Mädchen und Kinder betreut. SAM_0184Hier finden Aufklärungsprogramme statt, es werden regelmäßig „Health-Camps“ veranstaltet und es sind kostenfreie Verhütungsmittel erhältlich. Auch „NON Formal Education“ (Alphabetisierung)ist ein wichtiger Aspekt dieses Projektes. Es sei an dieser Stelle vermerkt, daß über 70% aller Frauen in Nepal im Alter von über 30 Jahren Analphabetinnen sind.

Eine Sozialarbeiterin kümmert sich um die spezifischen Nöte und Bedürfnisse der minderjährigen Slumbewohnerinnen die hier einen „Safe-Space“ finden und über Ihre Probleme sprechen können. Wenn es zu ernsten Problemen kommt und die Situation es erfordert so kann eine Eingliederung als „Interne Beneficiary“ erfolgen.

“Centre-Jean-Prum“

 In diesem Ausbildungszentrum können Frauen unserer Zielgruppe eine Ausbildung erhalten und lernen in relativ kurzer Zeit Handarbeiten und Kleinkunst aus natuerlichen Materialen herzustellen.

 „Das Cross-Roads-House“

 Das „Cross-Roads-House“  wurde sowohl für Interne- als auch für Externe Beneficiares etabliert. Hier wohnen all jene junge Frauen die Ihre Schulausbildung abgeschlossen haben und eine Berufsausbildung absolvieren sowie jene die sich auf Grund Ihrer guten Leistungen für höhere Studien empfehlen. Zu diesem Zeitpunkt leben 19 junge Frauen im CRH.

Die „Clinic“

  Hierbei handelt es sich um eine Neuerung. Die „Clinic“ befindet sich im „ECO-

Village“  und hier werden sowohl interne- als auch externe Beneficiares medizinisch

betreut. Es finden regelmäßig  “Health- Camps“ sowie Aufklärungs-programme statt und

werdende Muetter können hier im Rahmen des „Safe-Motherhood- Programmes“ betreut

werden.

Darüber hinaus fungiert der „Health-Post“ als referral-service an Ärzte oder

Krankenhäuser und dies alles kostenfrei.

Indirekte Beneficiares

 Zu den indirekten Beneficiaires gehören all jene denen die Projekte und Programme unserer Organisationen auf swimming-last-035indirekte Weise zu Gute kommen. Die Familien der Mütter die eine Berufsausbildung erhalten beispielsweise. All jene die aufgrund der „Präventions-Programme“ vor Infektionskrankheiten geschützt werden. Die Opfer von Gewalt deren Anzahl sich mittels Aufklärungsprogrammen und “Empowerment“ verringert.

Die Gemeinde von Pokhara die daraus Nutzen zieht, daß sich die Lebensbedingungen der Ärmsten verbessern und die Zahl derer wächst die aufgrund von Edukation und Berufsausbildung eine Lebensgrundlage haben und nützliche und verantwortliche Mittglieder der Gemeinde werden.

Die Nation Nepal als solche, da der Status der Frauen sich verbessert und eine graduelle Verringerung der Diskriminierung von Frauen allgemein zu eine verbesserten Lebensqualität führt.

Die Umwelt in Pokhara im Speziellen und in Nepal im Allgemeinen da das „ECO-VILLAGE“ ein „Grünes Dorf“ ist und als Modell für grüne Technologie und Nachhaltigkeit dient.

Anzahl der Beneficiares (Januar 2016)

  •  Direkt (intern) 92
  • Direkt (extern) 600 -800
  • Indirekt 2000-3000

 Die politische und sociale Situation:

Das nepalesische Volk hat sich vor Jahren für eine demokratische Regierungsform entschieden. Von demokratischen Verhältnissen jedoch, wie etwa Gleichberechtigung, Menschenrechten oder einem sozialen Netz  sind wir noch weit entfernt. Es hat in den letzen Jahren seitens der wechselnden Regierungen durchaus Bemühungen gegeben und dies bezüglich der Gleichberechtigung der Frauen sowie der ethnischen Minderheiten. Auch das Kastensystem wurde offiziel abgeschafft, wenngleich nur auf dem Papier und leider viel weniger in den Köpfen und Herzen der Menschen. Edukation für alle sowie der Zugang von Frauen zu Universitäten wird propagiert und immer mehr Frauen finden Anstellung in öffentlichen Ämtern und institutionellen Einrichtungen. Wie auch immer, der Fortschritt ist langsam, da zu wenig öffentliche Gelder zur Verfügung stehen sowie Vetternwirtschaft und Korruption an der Tagesordnung sind. swimming-last-012Den Armen des Landes, die immer noch 60% ausmachen ist oftmals nicht möglich ihren Kindern eine adequate Schulausbildung zu ermöglichen. Auch mangelt es an Möglichkeiten zur Berufsausbildung für Frauen. Mit der Gesundheitsversorgung verhält es sich ähnlich. Staatliche Vorsorge-Programme gibt es viel zu wenige und die Armen vermögen die Kosten in den Krankenhäusern nicht aufzubringen.

Auch gibt es Bemühungen das ökologische System das auch hier aus dem Gleichgewicht geraten ist wieder herzustellen und dies mittels Aufforstungen, Programmen zur Förderung der Biodiversität und dessen mehr.

Die Fortschritte sind jedoch langsam und es geschiet viel zu wenig.

Wenn auch im kleinen Ramen, so leistet SOS Bahini mit innovativen sowie nachhaltigen Projekten einen wichtigen Beitrag neue Wege zu beschreiten und Lösungen für dringliche Probleme zu finden.

Die Ziele die sich SOS Bahini-& Bahini-Educare-Foundation zur Aufgabe gestellt haben sind vereinbar mit vielen Zielen der jetzigen Regierung.  Aus diesen Gründen herrscht gutes Einvernehem mit der Gemeinde und den Verwaltungen, wenngleich die Umständlichkeit und die das immer verwirrender werdende „Red-Tape“ der Bürokratie oftmals eine harte Probe darstellen. Was die religiösen sowie kulturellen Gepflogenheiten anbelangt, so werden diese gepflegt und gefördert. SOS Bahini ist eine lokale Organisation die aus Menschen dieser Gemeinde besteht welche die kulturellen Normen dieser Gesellschaft verkörpern. Aus diesen Gründen wird SOS Bahini in der Gemeinde und darüber hinaus akzeptiert, geachtet und respektiert.

Networking:

 SOS Bahini ist Teil eines reich verzweigten und gut funktionierenden Networks  mit Organisationen in Pokhara als auch anderen Teilen Nepals.

SOS Bahini ist Mitbegründer einer Vereinigung von 21 NGO´s in Pokhara mit ähnlichen  Zielgruppen. Mit diesen besteht ein ständiger, fruchtbarer Austausch was zu einem Synergie-effekt sowie einer ständigen Optimierung führt. Auch mit NGO´s in anderen Teilen Nepals bestehen gute Kontakte was zur Folge hat, daß auch Mädchen und Frauen genannter  Zielgruppen aus anderen Teilen Nepals zu SOS Bahini gelangen.

Gleichberechtigung-Empowerment:

 Der Vorstand besteht ausschließlich aus Frauen die aus verschiedenen Gesellschaftsschichten stammen. Hausfrauen, Krankenschwestern, Ärztin, Anwältin, Geschäftsfrauen und Sozialarbeiterinnen.

Auch das „TEAM“ von SOS Bahini besteht zum groosen Teil aus jungen Frauen und viele von Ihnen waren „Ex-Beneficiaries“.

 Als einzige Organisation im Westen Nepals widmet sich SOS Bahini ausschließlich den Bedürfnissen und Belangen unterprivilegierter und gefährdeter Mädchen und Frauen und alle Projekte und  Programme sind speziell für die Bedürfnisse dieser Zielgruppe konzipiert.DSC_0053

Das Management sowie die Angestellten bestehen zu 80% aus Frauen und das Prinzip der Mittbestimmung und Gleichberechtigung hat seit  Anbeginn bei SOS Bahini einen Großen Stellenwert.

Alle Projekte die von unseren Organisationen durchgeführt werden sind haben zum Ziel, den Beneficiaires ein Leben in Sicherheit und Würde zu ermöglichen. „Hilfe zur Selbsthilfe“, Kapazitätsbildung und „Empowerment“ sind das oberste Motto! Von Alphabetisierung und Schulausbildung zu Berufsausbildung oder höherem Studium, von Kampfsport bis Tanz und Malerei, alles dient dem einzigen Zweck die Beneficiaires zu kompetenten, selbstbewussten, disziplinierten und Charakterstarken Menschen zu machen. In Verbindung mit einer guten Berufsausbildung und dies in Berufen die eine gute Chance auf einen Job und/oder Selbständigkeit bieten, liegt es in den Händen unserer Beneficiaires  ihre  Existenz  langfristig zu sichern.

Unsere Vision:

Wir teilen die Vision all jener die gerne als naive Träumer abgetan werden:

Ein Nepal in dem keine Kinder und Frauen mehr Opfer von Gewalt und Ausbeutung werden, ein Nepal in dem die Würde der Menschen nicht mehr mit Füssen getreten wird, ein Nepal in dem Chancengleichheit für alle herrscht, ein 12Nepal in dem keine Menschen mehr an Unterernährung  sterben oder an kalten Winternächten erfrieren, ein Nepal in dem keine verzweifelte Mutter mehr  mit Ihren Kindern den Tod sucht, ein Nepal indem kein dreizehnjähriges Kind mehr gezwungen wird einen Fremden zu heiraten.

Nepal ist reich an Ressourcen und dies im Besonderen an „Human-Ressources“. Es gibt kein Volk das härter arbeitet, mehr Talent hat, mehr Kreativität und Intelligenz besitzt.

Unsere  Girls bieten den täglichen Beweis einer neuen Generation von jungen Menschen welche die Chancen die sich Ihnen bietet warnehmen und die verantwortungsvoll, strebsam und aufrichtig ihren Weg gehen  und dies begleitet von einem Optimismus und einer erfrischenden „Lebensbejahung“, die ihres Gleichen suchen.

Nepal durchlebt große Veränderungen und befindet sich in einer rasanten Entwicklung! Einerseits birgt dies erhebliche Gefahren aber andereseits bieten sich auch grosse Chancen.

Wir gehoeren zu jenen die an die „CHANCE“  glauben und die taeglich aufs neu von jenen inspiriert werden die „Ihre Chance“ mit Entschlossenheit warnehmen!

Unsere groesste Herausforderung:

Zu diesem Zeitpunkt befinden sich insgesamt 17 unserer Girls in Berufsausbildung und zwei weitere die besonders begabt sind haben grosse Ambition und den sehnlichen Wunsch zu studieren.13

Im diesem Jahr kommen 11 weitere Schulabgänge hinzu und im Jahre 2017 sind es weitere acht. Das heißt, dass wir in den nächsten zwei Jahren 38 jungen Frauen eine Berufsausbildung respektiv ein Studium ermöglichen möchten.

Gute Ausbildungen und dies in Berufen die eine reelle Chance auf eine Anstellung bieten sind teuer und ein Studium in Medizin erfordert betraechtliche Mittel.

Hinzu kommt der Fakt, dass von Jahr zu Jahr eine steigende Anzahl unsere Schülerinnen mit hervorragenden Ergebnissen die Schule abschliessen und studieren moechten. Und wer moechte dies den Begabtesten unter Ihnen verwehren?